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QuickLinkNet

Logische Netzwerke als serviceorientierte Infrastruktur für verteilte Anwendungen

Projektinhalt

Moderne verteilte Anwendungen sind heute in der Lage, weltweit verteilte Ressourcen zu nutzen. Ressourcen werden dazu meist in Form von Diensten angeboten. Die für den Ressourcenzugriff notwendigen Dienstinformationen werden über logische Netzwerke, welche das globale Internet mit einer Overlaystruktur überspannen, angeboten oder verteilt. Die große Zahl an potentiell verfügbaren Ressourcen führt allerdings zu einem enorm großen Informationsraum. Durch den zunehmenden Einsatz internetfähiger mobiler Endgeräte als Hosts für verteilte Anwendungen verschärft sich die Situation noch: neben der schnell zunehmenden Menge an Endgeräten kommt noch die nomadische Verhaltensweise dieser Endgeräte hinzu, die zu einer hohen Netzwerkdynamik durch Netzwerkeintritte und -austritte führt, welche im Sekundenbereich liegen kann. Unter diesen Bedingungen stellt die Bekanntmachung und Aktualisierung (mengenmäßige und zeitliche Skalierung) der Lokations- und Zugriffsinformationen für Dienste im globalen Internet eine große Herausforderung dar.

QLN_Schichtung

Abbildung 1: QuickLinkNets Komponenten im Kontext der Gesamtarchitektur eines MAS

Unsere Arbeit konzentriert sich daher auf die Verteilung und Aktualität von Dienstinformationen in logischen Netzwerken. Sie berücksichtigt dabei auch die Zeitschranken, die von mobilen Endgeräten hervorgerufen werden, und die globale Skalierbarkeit von Dienstinformationen. In einer universellen Softwarearchitektur, bestehend aus drei Komponenten, konnte eine allgemeine Problemlösung gefunden werden.

Die Umsetzung der Lösungsideen und der Softwarearchitektur erfolgte im prototypischen Infrastrukturdienst-Framework QuickLinkNet, welches ein mobiles Agentensystem der Stufe 2 als Anwendungsszenario unterstellt. QuickLinkNets Komponenten (siehe Abbildung 1) bauen ein transparentes, zweischichtiges logisches Netzwerk (siehe Abbildung 2) auf, welches als serviceorientierte Infrastruktur für mobile Agentensysteme der Stufe 2 dient. Die zwei Schichten des logischen Netzwerkes entsprechen zwei unterschiedlichen Sichten auf dieses: Eine lokale Sicht und eine globale Sicht. Jede Sicht wird über eine eigene Verteilungsstruktur realisiert und betont daher andere Systemeigenschaften. So hilft die lokale Sicht, eine hohe Netzwerkdynamik und ein hohes Aktualisierungsniveau der Dienstinformationen in einem begrenzten Netzwerkbereich zu beherrschen. Dazu bedienen sich die Komponenten auch Mechanismen zur selbstadaptierenden Verwaltung des Netzwerkes, um die Auswirkungen der Netzwerkdynamik vor mobilen Agenten als Nutzer der Infrastruktur zu verbergen. Durch das hochdynamische Management der Anwendungsdienstinformationen auf der lokalen Netzwerkschicht kann die globale Schicht wiederum für die globale Skalierbarkeit der Dienstinformationen unter gemäßigteren Zeitschranken sorgen. Die Ergebnisse des Projektes faßt die Dissertation "Hochdynamische logische Netzwerke als Infrastruktur mobiler Agentensyteme" zusammen.

QLN_Overlay
Abbildung 2: Das durch QuickLinknet aufgespannte, zweischichtige logische Netzwerk

Projektteilnehmer

Veröffentlichungen

  • Arndt Döhler :
    Hochdynamische logische Netzwerke als Infrastruktur mobiler Agentensysteme - Verteilung, Aktualität und Skalierbarkeit
    Dissertation, Friedrich-Schiller-Universität Jena, 283 Seiten, Dezember 2007.
  • Thomas Hentrich:
    A realization of the global component for the MAS-supporting Quicklink middleware , Diplomarbeit, Friedrich-Schiller-Universität Jena, 125 Seiten, Juni 2006.
  • Arndt Döhler , Christian Erfurth , Wilhelm R. Rossak :
    A Framework of Autonomous and Self-adaptable Middleware Services to Support Mobile Agents in Dynamic Networks
    GESTS International Transactions on Computer Science and Engineering, Vol. 19, No. 1, pp. 109-122, 2005.
  • Arndt Döhler :
    QoS- und dienstbasierte, dynamisch rekonfigurierbare Infrastruktur für mobile Agentensysteme .
    GI-Informatiktage 2003, Bad Schussenried, 2003.
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